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Häuser in der Teichstraße

Lörrach

Das Quartier in der Teichstraße 69-79 ist Teil der Geschichte Lörrachs. Es legt Zeugnis ab von der kleinen aufstrebenden Industriestadt, die Lörrach im ausgehenden 19. Jahrhundert war. Die sechs heute denkmalgeschützten Häuser mit insgesamt 48 Wohnungen wurden für die Arbeiter einer benachbarten Tuchfabrik errichtet, die sich in der Nähe des Flusses befand.

Trotz schöner Fassaden waren die Gebäude zuletzt in einem energetisch schlechten, beinahe abbruchreifen Zustand, bis deren Eigentümer Wohnbau Lörrach 2007 nach einer Lösung suchte. Eine Instandsetzung schien aus wirtschaftlicher Perspektive nahezu ausgeschlossen und hätte vermutlich auch nie stattgefunden.

Die Lösung war ein für die örtlichen Erfahrungen ungewöhnliches Konzept. Gemeinsam mit Wohnbau Lörrach und dem Sozialen Arbeitskreis Lörrach (SAK Arbeit gGmbH) wurde eine GmbH mit dem Namen „Integrative Bauhütte Teichstraße“ gegründet. Für die Bauarbeiten wurden Männer beschäftigt, die auf dem normalen Arbeitsmarkt nur schwer vermittelbar waren.

Auf diese Weise wurden nicht nur die Sanierungsarbeiten ermöglicht, die mit regulären Arbeitskräften finanziell nicht zu bewältigen gewesen wären; gleichzeitig erhielten ehemals Arbeitslose eine Berufsqualifikation und damit einen Weg zurück in die Arbeitswelt. Zusätzlich zu den Handwerksbetrieben, die für die Haustechnik zuständig waren, arbeiteten insgesamt 71 Personen in der Bauhütte und machten aus ihr ein wahrhaft kooperatives Projekt.