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Kasperhäusle

St. Märgen-Glashütte

Der denkmalgeschützte Schwarzwaldhof wurde ursprünglich von Kaspar Fehrenbach ab 1716 erbaut. Insgesamt zeigte sich der Baukörper in einem schwierigen, statisch teilweise bedenklichen Zustand. Holzzerstörende Insekten, nicht fachgerecht ausgeführte Arbeiten an den Decken und am Dach, sowie ein Ausbleiben von Reparaturen durch die Vorbesitzer machten den Handlungsbedarf deutlich. Einzelne Bauteile des in klassischer Ständerbohlenbauweise errichteten Hofes wurden in früherer Zeit ausgetauscht. Ebenso wurde das Gebäude mit einer Wiederkehr ergänzt. Dennoch war die ursprüngliche Nutzung als Bauernhof, mit seiner typischen Raumaufteilung wie Stube, Rauchküche, Knechtskammern, Stallbereich und Tenne mit Hocheinfahrt, noch deutlich ablesbar.

Sanierung
Aufgrund der Alleinlage im Außenbereich, ging dem Wunsch nach Sanierung zum Feriendomizil der Bauherrschaft eine lange und komplizierte Genehmigungsphase voraus. Ziel war es das Gebäude umfänglich und mit höchstem Substanzerhalt zu sanieren. Dabei sollten zum einen eine Wohneinheit für die Bauherrschaft entstehen und zum anderen eine kleine Ferienwohnung für die Gäste der Familie. Der Stallbereich wurde dazu zu Wohnraum ausgebaut. Die Holzkonstruktion von Wänden, Decken und Dach musste an vielen Stellen mit Altholz ergänzt werden, die zusätzlichen statischen Sicherungsmaßnahmen wurden mit neuem Holz ausgeführt. Das Dach wurde teilweise mit einer neuen Dacheindeckung versehen, zusätzliche Dachverglasungen sorgen für genügend Lichteinfall. Der Schindelanschlag der Fassade wurde ebenfalls teilweise erneuert. Im Innern wurden sämtliche vorhandenen Altholzbestände sandgestrahlt und eine Schädlingsbekämpfung durchgeführt. Die historisch gewachsene Raumaufteilung wurde im Stubenteil beibehalten. Die ursprünglich über zwei Geschosse vorhandene Rauchküche wurde nach oben hin wieder geöffnet. Im hangseitigen Stallbereich wurde ein modernes und offenes Treppenhaus eingebaut. Die Ferienwohnung entstand über zwei Geschosse in der ehemaligen Rauchküche und im Widerkehr. Der Charakter des Gebäudes blieb vollständig erhalten. Aus Brandschutzgründen musste aus allen Geschossen ein zweiter baulicher Rettungsweg geschaffen werden. Ein unterirdischer Löschwassertank bevorratet genügend Wasser für eine Löschung durch die Feuerwehr. Die gesamte Ver- und Entsorgung von Wasser funktioniert völlig autark über eine hofeigene Quelle und eine neue Kläranlage. Die Anschlüsse für Strom- und Telekom waren bereits mittels einer Überlandleitung vorhanden.

Energiekonzept
Das Gebäude wurde vollständig zu einem KfW-Denkmal Gebäude saniert. Die gesamte Außenhülle wurde unter Beachtung der Denkmalpflege von innen gedämmt, sämtliche Fenster wurden als Holzfenstern mit Sprossen und Zweifachisolierverglasung, ausgetauscht. Eine neue Heizungsanlage, die CO²-neutral mit Scheitholz und Pellets betrieben wird, unterstreicht die ökologische und nachhaltige Ausrichtung des Projekts.