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Alte Säge

Kirchzarten

Das Engagement der Zartener für ihre „Säge“ im Vorfeld der eigentlichen Sanierungsarbeiten zeigt, wie viel die Bürger für ihren Ort zu tun bereit sind.

In der über 200 Jahre alten historischen Sägerei waren die Werkzeuge eingerostet, das Mühlrad steckengeblieben und Mittel zur Sanierung schienen fern. Trotz der tatkräftigen Unterstützung von mehreren Seiten ließ sich die Sanierung schließlich erst bewerkstelligen, als Gelder vom ELR, dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum, kamen.

Die Alte Säge ist ein Kulturdenkmal der besonderen Art: die über 150 Jahre im Gemeindebesitz befindliche Mühle war immer auch ein Sinnbild für die Unabhängigkeit der Gemeinde; Unabhängigkeit von den umliegenden Ortschaften und später auch für die Unabhängigkeit ihrer Genossenschaftsmitglieder.

Um dieses Kulturdenkmal erhalten zu können, entschied man sich für eine zweigeteilte Lösung: die eigentliche Sägeanlage mit ihrer historischen (durch Wasserkraft bewegten) Hochgangsäge und der neueren (durch Dieselmotor betriebenen) Gattersäge wurde restauriert und ist heute in einem musealen Rahmen als ein Stück Ortsgeschichte zu besichtigen. Der südliche Teil wurde zu einem Gemeindesaal und Veranstaltungsraum umgebaut. Durch verglaste Öffnungen im Boden lässt sich vom Veranstaltungsraum in die Sägeanlage blicken.

Von dem Fachwerk-Skelett blieb bei der Instandsetzung vieles erhalten, nur hier und da musste ein morscher Balken ersetzt werden. Außen sieht es anders aus. Hier prunkt die Außenfassade mit hellem Douglasienholz und auch das Dach ist komplett neu gedeckt.

Dort, wo nahezu 200 Jahre lang gearbeitet wurde, ist heute ein Freizeittreffpunkt entstanden. Dafür sorgt nicht zuletzt die Gestaltung der Außenanlagen durch den Landschaftsarchitekten Peter Jenne, die den Uferbereich des Mühlbachs aufwertete.

Mehr Infos: Bürgerverein Zarten