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Kirchzarten: Neu gekrönt

Das Gasthaus und Hotel Krone im Schwarzwaldort Kirchzarten gehört zu den historischen Gast häusern in Kirchzarten und ist ein Kulturdenkmal. 1737 wurde der Gasthof erstmals urkundlich erwähnt, in der dazugehörigen Scheune wurden zeitweise Hengste des Köramtes Baden gehalten.

Im Jahr 2015 hat die ortsansässige Familie Sutter (sutter³ KG) das Gebäude von der Vorbesitzerin erworben, die den Familienbetrieb nicht mehr weiterführen wollte. Das Areal bestand zu dieser Zeit aus dem Haupthaus mit Gastraum, Gästezimmern im Obergeschoss, sowie der Scheune. Im Laufe der Jahrhunderte haben vor allem im Haupthaus immer wieder Umbauten stattgefunden. Die neuen Eigentümer strebten als Baufachleute eine umfassende Sanierung und Modernisierung sowie eine Erweiterung an, um zeitgemäße Standards im historischen Gemäuer zu realisieren. Dazu wurde unter anderem die Scheune komplett ausgebaut, wobei man viel Wert auf deren Erhaltung als Kulturdenkmal legte. Insgesamt stand bei allen vorgenommenen Sanierungsmaßnahmen der Wunsch nach einer modernen Gestaltung mit heimischen Materialien im Vordergrund – immer in Absprache und Abstimmung mit den Gemeindebehörden sowie der Denkmalpflege. Der Baustoff Weißtanne wurde an Decken und Böden, aber auch Wänden eingesetzt, um Behaglichkeit zu vermitteln.

Ergänzt mit funktionalen Installationen in den Badbereichen und einer insgesamt stilvollen Einrichtung wurde in einer Umbauzeit von nur knapp einem Jahr ein modernes Hotel geschaffen, in dem überall noch die wechselvolle Historie des Gebäudes sichtbar wird. So wurden vor die historische Fassade wurden neue Wintergärten aus Weißtanne und Glas gesetzt. Damit erhielten die vorher eher dunkel wirkenden Innenräume mehr Helligkeit (auch durch die nun hellen, nur geseiften Böden aus Weißtanne und Wandverkleidungen aus demselben Material) und es entstand ein spannend wirkender Mix aus Alt und Neu. Komplettiert wird die Modernisierung durch den Einbau von Zimmersaunen und Klimaanlagen in den Suiten. In die Planungen eingebunden waren von Beginn an zwei Gastronomen aus der Region als zukünftige Hotelbetreiber. Gemeinsam mit ihnen wurde an dem Konzept gearbeitet, die das Haus in jeder Hinsicht aufwerten und heutigen Erwartungen der Gäste an eine Drei- oder gar Viersterne-Klassifizierung genügen sollten.

Aktuelle Energiestandards
Die Energiebilanz und -versorgung des Hotels wurde auf einen neuzeitlichen Standard gebracht, unter anderem durch eine Dachdämmung mit Cellulose und dreifach verglasten Fenstern. Eine Eigenstromversorgung mit einem Blockheizkraftwerk und eine Gasspitzentherme ergänzen das energetische Konzept. Der regionale Elektrofachbetrieb Müller aus Titisee-Neustadt sorgte für die Elektroinstallation mit Haupt- und Unterverteilung, EDV-Netzwerk, Hausalarmanlage sowie eine Satellitenempfangsanlage.

Bereits mehrfach ausgezeichnet
Die Krone konnte bereits im Sommer 2016 nach diesen umfassenden Renovierungs-, Um- und Ausbauarbeiten wiedereröffnet werden. Das Haus verfügt nun auf über 1600 Quadratmetern Nutzfläche über 30 moderne Doppelzimmer, davon drei Suiten mit Zimmersaunen und fünf mit eigener Küchenzeile. Die Investitionssumme betrug über eine Million Euro. Der Umbau konnte seitdem schon mehrere Preise und Auszeichnungen für sich verbuchen, darunter die „Weißtannenplakette“ des Forums Weißtanne. Gewürdigt wurde damit der vielfache Einsatz des regionalen Baustoffs Weißtanne, der Hauptbaumart des Schwarzwaldes. Projektentwickler und Bauherr Willi Sutter und sein Planungsbüro sutter ³KG haben beim Umbau des ehemaligen Gasthauses in ein modernes Hotel den Tanneneinsatz in beispielhafter Weise realisiert. Sie setzten die Eigenschaften der Tanne „helle Optik, edles Erscheinungsbild und Harzfreiheit“ so ein, dass ein insgesamt angenehmes Wohnklima entstand. Was die Gäste bestätigen können.

Artikel erschienen in der Ausgabe 2018 von „Kultur & Baudenkmal“
Text: Formativ.
formativ design und neue medien, Bernd Holler, Grafikdesigner
Adalbert-Stifter-Str. 7/1, 69214 Eppelheim

Projektdaten:
Bauherr und Projektleitung: Krone Gbr, Kirchzarten vertreten durch Janosch Bausch
Architekten, Planung/Bauleitung: sutter³KG, Kirchzarten
Gesamtbaukosten: 1,7 Mio. Euro
Bauzeit: 1 Jahr
Fotos: Sven Jäger, Willi Sutter, Kirchzarten

Ausführende Fachfirmen u.a.:
Sanitär/Innenausbau: Domizil GmbH, Titisee-Neustadt
Heizungsbau: Binkert Haustechnik GmbH
Zimmerarbeiten/Außenfassade: Rombach Holzbau GmbH
Gerüstbau/Malerarbeiten: Farben Beha GmbH
Fußbodenarbeiten: Holzöden Kleiser